Unser Boden
hat sich aus totem Gestein und ständiger Einwirkung von Wärme, Kälte, Wasser, Licht und Luft (Erosion) gebildet. Abgestorbene Pflanzen und Tiere trugen zur ständigen Verbesserung bei. In einer Handvoll heutiger Gartenerde befinden sich etwa 3-4 Milliarden Kleinstlebewesen, welche die Vorgänge wie Humusbildung und Fruchtbarkeit positiv beeinflussen. Eine Bodenaktivität dieser Mikroorganismen findet erst ab ca. 10 Grad Celsius Bodentemperatur statt.
Wie ernährt sich eine Pflanze
Jede Pflanze braucht Nährstoffe, die für Ihr Wachstum, Ihre Blüte und Fruchtbildung erforderlich sind. Während Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff unbegrenzt in der Luft vorhanden sind, reichen die im Boden vorhandenen 3 Hauptnährelemente Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kali (K) für eine zufriedene Ernte nicht aus. Es bedarf einer Zugabe eines NPK-Düngers. Alle Nährstoffe, die wir der Pflanze zuführen, müssen im Boden mit Hilfe von Wärme, Feuchtigkeit und Bakterien mineralisiert bzw. zu Ionen
umgewandelt werden. Nur in dieser Form können die Wurzeln mit Hilfe des Bodenwassers die Nährstoffe aufnehmen.
Mineralische Dünger
sind zum größten Teil wasserlöslich und schnellwirkend, sie werden von den Pflanzenwurzeln direkt aufgenommen. Um Grundwasserprobleme zu vermeiden, soll der Mineraldünger in mehreren Teilmengen ausgebracht werden. Selbstverständlich erübrigt sich das Ausbringen von Nitratstickstoff im Spätherbst und Winter.
Organische Dünger
sind in ihrer Handhabung problemlos. Die stickstoff- und phosphorhaltigen Grundstoffe müssen zunächst im Boden verrotten. Hierbei entsteht ein chemischer Prozess, wobei die Nährstoffe mineralisiert ind in Ionenform von der Pflanze aufgenommen werden. Bodentemperatur und Feuchtigkeit bestimmen u.a. die Löslichkeit der Nährstoffe. Da man diese Art von Dünger auch als Depot- oder Bodendünger bezeichnet, spielt der Zeitpunkt des Ausbringens sowie die Menge eine untergeordnete Rolle.
Organisch-mineralische Dünger
sind die empfehlenswertesten Gartendünger. Den überwiegend natürlichen Bestandteilen ist das notwendige Kalium und Magnesium zugesetzt. Dadurch erhält der Dünger den Charakter eines Universal-Volldüngers. Je nach Pflanzenanspruch besteht ein organisch-mineralischer Volldünger aus ca. 30-50% mineralischem Stickstoff und Phosphat, welche eine
gewisse Starterfunktion für die Pflanzen übernehmen.